Hoi Ans Spezialnudeln

Tag zwei in Hoi An und ich habe es geschafft um 6:15 Uhr meine ersten Bahnen durch den Pool zu ziehen. Ich gebe zu, das war dann auch das einzige Mal. Nach dem Duschen noch schnell ein Kaffee und los ging es auf dem Roller über die Felder in die Stadt zum Frühstücken.

Auch dieses Mal wieder ein Streetfood Frühstück. Dieses Mal mit den für Hoi An so speziellen Cao Lau Nudeln. An allen Ständen kann man übrigens auch kleine „do it yourself sets“ kaufen. Alle Zutaten werden einzeln in kleine Tütchen abgefüllt und wo auch immer man das Essen zu sich nehmen möchte, kann man das dann alles wieder mischen. Außerdem habe ich noch Zongzi gefunden. Probieren wollte ich sie nicht. Haben mir schon in China nicht so wirklich geschmeckt.

Nach dem Frühstück wieder ein leckerer Kaffee. Dieses Mal an einer Straßenecke. Der ideale Ort, um sich während des Kaffee- und Teetrinkens das Geschehen auf der Straße anzuschauen. (Alex!)

Aber zurück zu den Nudeln, die es nur in Hoi An gibt, weil es nur hier die dafür entscheidenden Zutaten gibt: Das Wasser, in dem die Reiskörner vor der Weiterverarbeitung eingeweicht werden müssen, das es nur in den Quellen rund um Hoi An gibt. Die spezielle Holz-Asche von den Cu Lao Cham Inseln, die benötigt wird, um eine Lauge herzustellen, die die Grundlage für die Nudeln bildet. Durch sie erhalten die Nudeln eine ganz eigene zähe Konsistenz.

Einer dieser Brunnen ist der Ba Le Brunnen mitten in der Stadt. Der Brunnen geht auf das 10 Jahrhundert zurück und befand sich später im Garten des lokalen Funktionärs Le. Seitdem ist der Brunnen nie versiegt. Die Anwohnenden nutzen das qualitativ sehr hochwertige Wasser nicht nur für ihren täglichen Gebrauch, sondern auch, um daraus ihre berühmten Cao Lau Nudeln zu machen.

Auf dem Weg in die Mittagspause ging es noch mal über den Hauptmarkt Hoi Ans. So ein Markt ist immer wieder faszinierend. Hier gibt es alles, was man braucht. Sogar alles für den Garten, Kleidung, Schuhe und Souvenirs. Allerdings braucht man an der ein oder anderen Stelle etwas stärkere Nerven. Zum Beispiel da, wo die „Ballett“Hühnchen liegen oder in der Fischabteilung, in der der Geruch durchaus herausfordernd sein kann.

Da ich regelmäßig mit Kaffee abgefüllt werden muss, waren wir nach unserer Siesta wieder in einem wunderschönen Café. Wieder ein Literaturcafé. Hier liegt zwischen ganz vielen Büchern, die man sich für kleines Geld ausleihen kann, ein ganz besonders Buch. Ein vom Cafébetreiber handgeschriebener und liebevoll ausgestalteter Reiseführer von Hoi An. Solltet Ihr mal nach Hoi an kommen, solltet ihr unbedingt in dieses Café gehen und Euch Tipps für die Stadt abholen.

Abends wollten wir eigentlich erst im Meer schwimmen und dann am Strand essen. Das Schwimmen hat geklappt. Das mit dem Essen am Strand nicht. Aber der Strand ist wunderschön und das Wasser herrlich. Überall am Strand standen diese kleinen runden, korbähnlichen Fischerboote, die für Vietnam so charakteristisch sind. Mit diesen schwimmenden Körben umgingen die Fischer früher die Steuern, da die schwimmenden Körbe nicht als Fischerboote galten. Ganz schön clever! Heike erzählte, dass vor Corona nur noch sehr wenige dieser Boote am Strand zu sehen waren. Corona hat aber viele Menschen in die Arbeitslosigkeit getrieben – keine Touristen. Viele versuchen jetzt, sich mit der Fischerei etwas Geld dazu zu verdienen.

In einigen dieser Boote waren unzählige Stehlampen montiert. Zuerst dachte ich, dass jemand alte Lampen, aus welchem Grund auch immer, in die Boote gestellt hatte. Tatsache ist aber, dass diese Lampen zum Fischen verwendet werden. Tintenfische werden durch das Licht angelockt. Sobald die Fischer auf dem Wasser sind und es dunkel genug ist, schalten sie das Licht ein und gehen auf die Jagd. Das bei Nacht vom Strand aus zu beobachten, hat was.

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