Kreuz und quer durch Hoi An

Unseren letzten Tag in Hoi An haben wir quasi ausschließlich aus dem Scooter verbracht. Über diverse klapprige Brücken ging es von einer Insel auf die nächste. Alles super ländlich. Überall Reisfelder.

Und natürlich auch wieder ein riesiger Friedhof. Auf jedem Grabstein steht unter dem Geburts- und Todestag eine lange Liste mit Namen. Nicht aber, weil es sich hier um ein Massengrab handelt, sondern, weil auf vietnamesischen Grabsteinen auch immer die Namen sämtlicher Verwandten stehen: Ehefrau/-mann, Kinder, sowie die der Enkelkinder.

Die einzelnen Inseln sind zum Teil ziemlich groß. Auf jeden Fall groß genug, um sich darauf zu verfahren. Nicht, dass wir uns verfahren hätten, also nicht wirklich und wenn dann auch nur minimalst – dank Google Maps und dank Heike und Stefan, die immer wieder rechtzeitig auf den Karte schauten.

Vorbei an noch mehr Reisfeldern, auf denen überall fleißig gearbeitet wurde, gelangten wir zu einem Café inmitten eines solchen Reisfeldes. Natürlich auch hier: Asiatinnen, die sich gegenseitig fotografierten. Was es mit diesem ständigen Fotografieren auch sich hat, habe ich noch immer nicht verstanden, aber ich recherchiere das noch. Denn Alex und ich habe einen weiteren Buchvertrag unterschrieben und in dem Buch geht es unter anderm um dieses Thema.

Ganz in der Nähe des Cafés steht ein Turm. Außen am Turm waren Stufen angebracht, auf denen man nach oben hätte gehen können. Sie sahen aber leider nicht sehr stabil aus. Außerdem war der Handlauf von der Sonne so aufgeheizt, dass man sich unmöglich daran festhalten konnte. Also wurde leider nichts aus dem Abenteuer.

Was es mit dem Turm auf sich hat, haben wir nicht in Erfahrung bringen können. Ob es eine Art Speicher war? Ein Verteidigungsturm? Ein Aussichtsturm? Keine Ahnung.

Wie an jedem anderen Tag auch, war es heiß. So heiß, dass wir eine Siesta brauchten. An der noch immer fast ausgestorbenen Altstadt von Hoi An vorbei, ging es also wieder zurück. Ausruhen, abkühlen und Kräfte sammeln für den Abend.

Denn für Abends war noch ein Highlight geplant. Essen am Strand.

Jeden Tag schleppen hier Fischer und ihre Familien aus den umliegenden Dörfern alles, was man zum Zubereiten von köstlichem Essen braucht, an den Strand. Und mit alles, meine ich alles: von den Zutaten und Getränken inklusive Eis über den Grill und Kochmöglichkeiten bis hin zu den Lampen und Matten, auf denen die Gäste sitzen können.

Sobald Gäste kommen, wird für diese eine Mappe ausgebreitet und dann geht’s los. Die Atmosphäre war nur genial. Überall am Strand verteilt – Gruppen. Größere, kleinere. Manche mit, andere ohne Kinder. Überall ein fröhliches Gewusel. Sowohl am Strand wie auch im Wasser. Denn, obwohl es schon stockduster war, waren noch immer Menschen im Wasser.

Vietnamesische Männer sind bekannt dafür, sehr viel zu trinken. Was man mehr als deutlich sehen konnte. Als die Gäste neben uns nach Hause gingen – wobei die Männer eher nach Hause schwankten – lagen dort Berge von Bierdosen. Aber nicht lange. Hinter jedem Gast wird fein säuberlich aufgeräumt und wenn alle Gäste weg sind, wird alles wieder nach Hause geschleppt. In aller Regel nicht nur wenige Meter, sondern durchaus schon mal bis zu einem Kilometer.

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