Unterwegs im Untergrund

Ich gebe zu, dass ich es mir spannender vorgestellt habe, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Zusammen mit meinen Mädels habe ich vergangenen Freitag den Untergrund der Orchard, der berühmtesten Shoppingmeile Singapurs, erkundet.

Das Lieblingshobby fast aller Singapurianer:innen ist es, sich in Shopping Malls aufzuhalten. Absolut verständlich, wenn man die Temperaturen hier bedenkt. Niemand, noch nicht einmal die Menschen, die hier aufgewachsen sind, können das ohne Klimaanlage aushalten. Da alle Malls maximal klimatisiert sind, kann man sich dort entspannt mehrere Stunden aufhalten, ohne ins Schwitzen zu kommen. Allerhöchstens fängt man ob des überflutenden Angebots ins Zittern.

Damit man zwischen den einzelnen Shopping Malls auch auf keinen Fall ins Schwitzen kommt, gibt es unterirdische Verbindungen zwischen ihnen. Eine Unterführung ist dabei ganz essentiell, denn eine Möglichkeit die Straße zu überqueren gibt es dort nicht wirklich. Dies Unterführung hat mich schon diverse Mal in den Wahnsinn getrieben. Ich dachte, ich wäre auf der anderen Seite der Orchard, musste dann aber in dem Moment, in dem ich wieder oben war, feststellen, dass ich zwar unter einer Straße hergelaufen war, aber mich noch immer auf der „falschen“ Seite der Orchard befand. Es ist mir auch durchaus passiert, dass ich einfach wieder genau da raus kam, wo ich runter gegangen war. Da unten gibt es so unendlich viele Geschäfte, dass ich nicht erkannt hatte, dass ich im Kreis gelaufen war.

Jetzt wollte ich mal ganz bewusst die richtigen Wege finden – mit Plan. Im Internet hatte ich einen gefunden.

Unser Plan war es, im ION zu starten, von hier zum Wheelock Place, weiter zum Shaw House und zum Shaw Center und über Tang Plaza zurück zum ION. Bis zum Tang Plaza ging unser Plan auf und ich muss zugeben, wenn man sich an die Wegweiser hält, ist das auch ganz einfach. Warum ich mich immer wieder verlaufen habe, ist mir jetzt nicht mehr so ganz klar.

Ab Tang Plaza war es dann aber schwierig, bzw. unmöglich. Wir hatten zwar gesehen, dass direkt neben dem Eingang zu Tang Plaza eine Baustelle war, aber zunächst haben wir nicht gesehen, dass dort der Durchgang zum ION war. Das haben wir erst beim zweiten Anlauf gemerkt.

Diese Enttäuschung mussten wir mit Xiaolongbaos wieder gut machen. Natürlich hätten wir die auch unterirdisch essen können, aber da mein persönlicher Essensberater mir im November das beste Restaurant für diese kleinen Köstlichkeiten gezeigt hatte, sind wir an die Oberfläche gekommen und oberirdisch ins Paragon. In der übernächsten Woche wird mir eine liebe chinesische Freundin noch mal zeigen, wie man die perfekten Xiaolongbaos macht. Auch die mit dem knusprigen Boden. Weil das sind einfach die besten. Ich werde berichten.

Im Paragon angekommen, ging es aber natürlich wieder in den Untergrund. Denn in den meisten Shopping Malls sind die Restaurants im ersten oder zweiten Untergeschoss.

Gestärkt ging es dann wieder unterirdisch vom Lucky Plaza nach Ngee Ann City – hier musste ich unbedingt das Buch „Heidi“ für meine Nachbarstochter kaufen – und über das Wisma Adria zurück ins ION.

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