Secret Sunrise

Und wieder früh aus den Federn. Und wieder Party! Habt Ihr schon mal von dem Secret Sunrise gehört? Ja, hier in Singapur geht die Sonne manchmal ganz heimlich auf und nur Eingeweihte sind dann dazu eingeladen, diesen Sonnenaufgang mit lauter Musik im Ohr zu begrüßen. Heute gehörte ich zu den „Auserwählten“.

Es ist unheimliche schwer, Karten für die Veranstaltung zu bekommen. Laut Sangeeta sind sie immer innerhalb weniger Minuten weg, aber dieses Mal war sie schnell genug. Obwohl sie weiß, dass mir mein Schlaf heilig ist, hat sie mich gefragt, ob ich mit will. Na klar! Denn Party ist noch heiliger als Schlaf.

Los ging es um 6!!!! Uhr. Mit dem Cabrio. Wir hatten beschlossen, dass wir, wenn wir schon müde aussehen würden, zumindest stilvoll müde aussehen wollten. Was bietet sich da besser an, als ein Cabrio. Sangeeta ist dann auch so schnell gefahren, dass man unsere Falten unter den Augen nicht sehen konnte. Entweder weil wir so schnell an den anderen Autos vorbei waren oder weil alles nach hinten gezogen wurde.

Mit von der Partie auch meine wunderbare Nachbarin Natalie. Sangeeta und Natalie haben Party im Blut. Sangeeta ist zwar aufgewachsen in London, hat aber ihre Wurzeln in Mauritius. Natalie kommt aus der Karibik. Beide waren natürlich dem Motto gerecht gestylt. Das Motto des heutigen Secret Sunrise: „Hip Hop“. Ich war nur froh, dass ich es geschafft hatte, in meine Kleider zu kommen, ohne mich zu verletzen. Nichts an mir sah nach Hip Hop aus. Weil ich aber so eine tolle Nachbarin habe, die mich schon ziemlich gut kennt, hat sie dafür gesorgt, dass ich zumindest eine Basecap verkehrt herum auf dem Kopf trug. Gangsterstyle!

Secret Sunrise heißt deshalb Secret Sunrise, weil man erst am Abend vor der Veranstaltung erfährt, wo man gemeinsam den Sonnenaufgang begrüßen wird. Heute fand es an einem kleinen Strand im Eastcoast Park statt. An der Strandpromenade war eine DJ Anlage aufgebaut und auf einem Tisch daneben lagen unzählige Kopfhörer. Einer für jede:n Teilnehmer:in.

Wir waren etwas spät, aber gerade noch rechtzeitig genug, um ein paar Minuten Meditation mitzumachen. Den Coronaregeln konform setzen wir uns im Schneidersitz in den Sand, Gesicht zur Sonne, Augen zu, chillige Musik in den Ohren und Konzentration ganz im hier und jetzt. Ich war schon fast wieder eingeschlafen, da hatte ich Hip Hop Musik auf den Ohren und meine Füße begannen zu zucken. Also aufstehen und tanzen!

Für Außenstehende muss es zum Schießen aussehen, wenn am Strand knapp 50 Menschen wild durch die Gegend hüpfen, sehr schräg und sehr laut mitsingen und immer mal wieder, wie aus heiterem Himmel, aufeinander zustürzen, um dann wieder auseinander zu strömen. Warum wir das gemacht haben? Während der ganzen Zeit waren abwechselnd zwei Moderatorinnen am Strand, die sich über ein Mikro mit uns verständigten. Wenn eine von uns einen besonderen „Move“ machte, wurde das kommentiert und alle dazu aufgerufen, den „Move“ zu imitieren. Klar, dass meine beiden Mädels, Natalie und Sangeeta, ganz vorne dabei waren mit ihren „Moves“.

Nach einer Stunde intensiven Tanzens war die Sonne aufgegangen, wir ausgepowert und der Zauber vorbei. Aber eins ist sicher, das machen wir wieder. Dafür lohnt es sich, so früh aufzustehen und jetzt in den Seilen zu hängen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s