Das große Fressen – und weiter geht’s

Sonntag ging es weiter mit unserer (Fr)Esstour durch Singapur.

Schon seit wir hier wohnen, höre ich immer wieder vom Poison Ivy Bistro Restaurant. Ein Restaurant inmitten der kleinen Ökofarm „Bollywood Farms“, die Biogemüse anbaut und vertreibt. Ich hatte schon ein paar Mal versucht, einen Tisch zu reservieren, war aber immer wieder gescheitert. Entweder weil es zu oder weil es voll war. Trotz Covid! Während der Frühstückszeit hatte ich es noch nicht versucht. Da am Sonntag noch die Regelung galt, dass man nur dann zu fünft an einem Tisch sitzen durfte, wenn man aus einem Haushalt kam, war die Wahrscheinlichkeit groß, dass es klappen könnte. Es hat geklappt! Und es hat sich gelohnt. Denn nicht nur das Frühstück war super, sondern auch die Farm. Das Ambiente ist genau so, wie ich es liebe. Man kommt an und fühlt sich wie im Urlaub. Alles sehr basic. Einfache Tische, einfache Stühle. Alles von einem Wellblech vor Regen und Sonne geschützt und drumherum Natur. Der perfekte Start in den Tag.

Nach dem Frühstück und einer Tour durch den kleinen Farmshop ging es zu den Krokodilen. Weil Essen ist wichtig, Kultur auch, aber wilde Krokodile mitten in der Großstadt, das muss man gesehen haben. Auch hier hatten wir Glück. Denn nicht nur haben die Krokodile sich gezeigt, sondern es lag sogar ein riesiger Waran mitten auf dem Weg und hat in aller Seelenruhe getrunken. Das hatte auch ich noch nicht gesehen.

Jetzt dürft ihr raten, wie es weiter ging. Von den Krokodilen ging es selbstverständlich direkt ins nächste Hawker Center. Hier sollte es das beste Hähnchen geben. Als wir ankamen, war uns ganz schnell klar: Wir waren nicht die einzigen, die das wussten. Schon beim Anstehen wurden wir gewarnt, dass wir bis zu einer Stunde auf unser Essen würden warten müssen. Aber, was macht man nicht alles für den perfekten Geschmack. Um uns die Zeit zu versüßen, gab es Chendol Melaka: Eis – Peranakan Style. Geschabtes Eis, also Eis aus Wasser, und da drüber Gula Melaka, flüssiger Palmzucker, und frische Kokosnusscreme. Zum niederknien lecker! Und natürlich hat es sich auch gelohnt, eine Stunde auf das Hühnchen zu warten. Auch das genial lecker! Die Singapurianer:innen um uns herum hatten uns natürlich alle im Blick. Wir waren mal wieder die einzigen „Langnasen“. Besonders interessant waren wir natürlich, weil wir uns nicht von der Wartezeit hatten abschrecken lassen. Als wir dann endlich das Essen vor uns stehen hatten, waren alle Blicke auf uns gerichtet. Größte Freude auf allen Gesichtern, als wir bestätigten, dass es mega lecker wäre.

Frisch gestärkt ging es nach Hause und nach einer kleinen Pause in das Candlenut. Ein Peranakan Restaurant mit einem Michelin Stern in Dempsey Hill. Ich war mir nicht ganz sicher, ob es gut ankommen würde. Es ist ja keine Straßenküche, aber Stefan und Heike waren begeistert. Der perfekte Abschluss war, als dann auch noch der Koch persönlich an unseren Tisch kam und wir von ihm eine handsignierte Speisenkarte bekamen. Ich hatte erzählt, dass die beiden an einem Buch über die Küche der Peranakan arbeiten. Selbstverständlich wollte der Koch es sich nicht nehmen lassen, diese Gäste persönlich zu begrüßen.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Linsenfutter sagt:

    Sehr aufmerksam von dem Koch.

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    1. Auf jeden Fall! Noch dazu ist er mindestens so nett, wie sein Essen gut ist. Wer sich für die Küche der Peranakan interessiert, sollte unbedingt hierher kommen und das Menü essen. Ganz viele kleine Gerichte, so dass man wirklich einen guten Einblick in die Vielfalt der Speisen bekommt.

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