Mit dem Fahrrad zum Flughafen

Hatte ich schon erzählt, dass ich unbedingt mit dem Fahrrad zum Flughafen fahren wollte? Heute war es soweit. Es ist Wochenende. Der Himmel war bedeckt. Die Temperatur für Singapur-Verhältnisse kühl – zumindest als wir losfuhren.

Den Weg hatte ich schon vor Wochen rausgesucht. Das Navi sagte: 3 Stunden. Einfacher Weg. Da wir gestern bis tief in die Nacht Besuch hatten, kamen wir nicht wirklich früh los. Heute Abend sind wir bei Freunden eingeladen. Jetzt eine sechs-Stunden-Tour?

Ja! Wenn das Wetter schon mal so ideal ist, muss man los. Sonst wird das nichts.

Durch die Stadt ging es zu Marina Bay, am Garden by the Bay entlang in den East Coast Park und dann immer gerade aus. Im East Coast Park waren wir schon einige Male gewesen, aber immer „nur“ bis zu dem Hawker Center dort. Nie weiter, wobei es gerade dort echt schön wird. Leider hatte es gestern fürchterlich gestürmt und an den Stränden türmte sich nur so der Plastikmüll. Es tut weh, das sehen zu müssen. Ich möchte mich mal schlau machen, ob es eine Freiwilligenorganisation gibt, die Müll sammelt. Dann mache ich da mit! Heute war aber das Ziel der Flughafen und ich hätte auch nicht gewusst, wie ich den Müll hätte sammeln sollen und noch weniger hätte ich gewusst, wie und wo ich ihn hätte entsorgen können.

Wir sind also weiter gefahren bis zum Ende des East Coast Parks. Dass wir dem Flughafen immer näher kamen, war nicht zu übersehen und zu überhören. Es fliegen zwar noch nicht viele Flieger, aber die zwei die geflogen sind, waren sehr gut zu sehen und noch besser zu hören. Allerdings verließ meinen Mann dann am Ende des East Coast Parks fast die Lust.

„Warum müssen wir jetzt weiter zum Flughafen? Nur damit wir sagen können, wir waren am Flughafen?“

„Ja.“

Also weiter. Außerdem gab hier ein Hinweisschild auf eine Jurassic Mile. Mit Dinosauriern in Originalgröße. Wenn das mal kein Grund zum Weiterfahren ist! Meine Jungs hätten es geliebt. Vielleicht nicht in ihrem jetzigen Alter, aber früher 100 Prozent. Es hat was oder ist zumindest ziemlich komisch. Man fährt an zwischen Flughafen und Golfplatz auf einem nicht allzu breiten Weg. Rechts eine Mauer, links ein mehrere Meter hoher Zaun und oben drüber ein Netz. Hinter dem Zaun – 20 verschiedene Dinosaurier. Manche machten sehr laute Geräusche, andere waren ganz still. Überall waren Warnschilder angebracht, aber es gab auch zu jedem Dino eine Erklärung. Echt nett gemacht.

Und am Ende der Jurassic Mile konnte wir dann auch endlich erkennen, dass wir am Flughafen angekommen waren. Also ich finde es ziemlich cool, jetzt sagen zu können, dass ich mit dem Fahrrad zum Flughafen gefahren bin. Und was soll ich sagen …. mein Mann auch! Manche Menschen muss man eben zum Glück zwingen. Erinnert Ihr Euch daran, dass ich ihn in Shanghai dazu „gezwungen“ habe, mit mir an die Mündung des Yangzhe zu fahren? Er erzählt heute noch davon!

Übrigens haben wir keine sechs Stunden, sondern lediglich vier gebraucht. Inklusive einer kleinen Pause.

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