Madam Mao’s Dawry

Wer bei dem Namen „Madam Mao’s Dawry“ gleich darauf schließt, dass es hier Devotionalien aus der Mao-Zeit gibt, liegt richtig. Alle, die auf der Suche nach chinesischen Souvenirs aus der Mao-Zeit (1949 – 1976) sind, sollte hierher kommen. Denn bei Madam Mao gibt es alles rund um Mao: Die große aus Holz geschnitzten Mao-Figur, kleine und größere Maostatuen aus Porzelan, Maobüsten auch aus Porzelan, original Propagandaposter aus der Mao Ära, ähnlich denen, die man im Propaganda Poster Museum zu sehen bekommt, Postkarten, Kalender, Stadtpläne, welche die Japaner von Shanghai haben anfertigen lassen und noch so vieles mehr aus dieser Zeit.

Weil „Mao“ aber in China auch ein sehr häufiger Nachname ist und „dawry“ nichts anderes als Aussteuer heißt, findet sich hier auch viel Nützliches. Eben all das, was Eltern früher gesammt haben, um es ihrer Tochter bei ihrer Hochzeit mitzugeben. Ein wunderschöner antiker Schrank, zahlreiche alte Truhen, Kissenbezüge mit Shanghai Motiven oder den wichtigsten chinesischen Worten, wie „danke“, „keine Ursache“ oder „guten Tag“. Babykleidung, Geschirrtücher mit Dumpling-Motiven, Dumpling-Salz- und -Pfefferstreuer. Alte und neue Thermoskannen, alte bzw. antike Taschen mit der Skyline von Shanghai, Blechteller und -tassen mit chinesischen Motiven aber auch Porzelangeschirr und unzählige weitere wichtige und unwichtige Gegenstände für den Haushalt.

Wer denkt, hier mal kurz reinschauen zu können, liegt falsch. Wer zu Madam Mao geht sollte ganz viel Zeit und noch viel mehr Neugierde mitbringen. In jeder Ecke, in jeder Schublade, auf jeder noch so kleinen Fläche gibt es etwas zu entdecken. Es fällt schwer, hier ohne etwas gekauft zu haben, den Laden zu verlassen. Noch dazu ist die Verkäuferin super nett, sehr hilfsbereit, kennt sich äußerst gut aus und spricht fließend Englisch.

Madame Mao’s Dawry wurde 2001 eröffnet. Es sollte ein Geschäft werden, welches das Design aus der Mao Ära und dessen Einfluss auf heutige Designs aus Shanghai würdigt. Lokale Künstler*innen und Designer*inne wurden dazu eingeladen, neben all den Dingen aus der Maozeit ihre Arbeiten anzubieten. Mittlerweile arbeitet Madame Mao mit 25 Shanghaier Künstler*innen und Designer*innen und stellt ihre Werke nicht nur aus, sondern verkauft sie auch. Es sind übrigens nicht alles chinesische Künster*innen und Designer*innen. Sie kommen aus aller Welt, was das Konzept hinter Madam Maos Dawry noch mal interessanter macht.

Ein Kommentar Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s