Das Hotel im Steinbruch

Donnerstag ist Alextag und wir natürlich wieder unterwegs. Alex hat das Programm zusammengestellt. Ein bisschen taitai und ein bisschen harte Recherche für unsere Blogs, also für Euch!

Wir starten mit einer Massage. Um aber in den Massagesalon zu kommen, muss ich erst aus der French Concession zu ihr „raus“ fahren. Nicht ganz so einfach, denn die Linie 10 hat zwei verschiedene Endstationen. Je nach dem, in welche man einsteigt, kommt man an der richtigen oder eben an der falschen – zumindest dann „falsch“, wenn man zu Alex möchte – Endstation raus. Da es für mich von außen nicht erkennbar war, ob ich jetzt in die richtig einsteige oder nicht, bin ich einfach mal eingestiegen – in die falsche. Aber ich wusste, im Gegensatz zu Alex, dass das passieren konnte. Alexandra hatte nämlich vor einigen Wochen schon mal getestet, wie das ist, mit der falschen bis an deren Endstation zu fahren, um dann wieder einige Station retour zu müssen. Aber auch das war nicht so einfach, denn sie hat die erste Station zum Umsteigen verpasst. Wie das eben so ist, wenn man unter Zeitdruck steht. Bei mir hat dann auch tatsächlich alles geklappt und ich kam zwar verspätet, aber ohne Umwege an. An der Metro stand Alex mit ihrem „Drachen“, einem coolen E-Skooter, und los ging’s zur Massage. Ehrlich, es gibt kaum etwas cooleres, als hinten auf diesem Skooter mit Alexandra durch Shanghai zu düsen. Da „draußen“ können wir es auch machen, denn eigentlich dürfen nur Kinder unter 14 Jahren mitfahren. Dass ich keine 14 mehr bin, erkennt man auf ziemlich weite Entfernung. Aber egal. Solange wir nicht erwischt werden ….

Wer jetzt denkt, die Massage wäre etwas zum Entspannen, täuscht sich. Diese Massagen sind dafür da, dass man sich nicht während der Massage, sondern maximal danach gut fühlt. Dann nämlich, wenn der Schmerz nachlässt. Ich weiß schon, Euer Mitleid hält sich in Grenzen. Würde sich meines auch.

Nach der Massage ging es zum Intercontinental Hotel in Songjiang, etwa eine Stunde vom Stadtzentrum entfernt. Alexandra hatte schon vor ihrem Look-and-See Trip davon gelesen. Die Spannung war also dementsprechend groß. Wir wurden nicht enttäuscht! Es ist grandios. 88 Meter, 14 Stockwerke in die Erde, bzw. in einen Steinbruch gebaut, verfügt es über 388 Zimmer, ein Restaurant, eine Bar, mehrere Säale, ein Bistro, Fitnessraum und was weiß ich noch. Unten im Steinbruch ist ein See mit einer Insel in der Mittel und einem hoteleigenen Wasserfall. Wenn ich es richtig gesehen habe, kann man im Sommer in diesem See baden oder zumindest auf Stand-up-Paddling Boards drüber paddeln (oder wie man das nennt). Man kann am Steinbruch hochklettern oder wahlweise an einem Steil über ihn gleiten. Auf beides habe ich erst mal verzichtet. Es ist einfach zu kalt!

Da wir auf Fotos gesehen hatten, dass es auch Räumlichkeiten mit riesigen Aquarien geben musste, haben wir nachgefragt und sofort wurde uns eine quasi Führung angeboten. Wir waren aber nicht die Einzigen. Gemeinsam mit einer Gruppe älterer Chinesen landeten wir also in einem Saal. Während wir total begeistert die kleinen Haie, Rochen und Fische fotografierten, fotografierten die Chinesen uns. Wie schon so oft, hatten wir es erst nicht so wirklich kapiert. Als wir es aber kapierten und bereitwillig für jedes Foto mit einer andern Chinesin posierten, war die Begeisterung wieder riesig. Keine Ahnung, was sie gesagt haben, aber sie haben über das ganze Gesicht gestrahlt.

Die Chinesen glücklich! Wir glücklich!

Bevor es zurück nach Hause ging, haben wir uns das Hotel noch mal von der Aussichtsplattform angeschaut. Das erzähle ich, weil mir das Schild hier so gut gefallen hat.

Fazit: Hier wollen wir, wenn es wieder wärmer ist, eine „Bon Appetit“-Essen veranstalten. Ich habe für den Deutschen Club Shanghai eine Gruppe übernommen, die sich ein Mal im Monat in einem besonders guten Restaurant zum Lunch trifft. Weil … ich kann zwar nicht ganz so gut kochen, dafür aber um so besser gut essen!

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