Der Jadebuddha Tempel

Es ist Samstag. Zeit für Kultur. Wir wollen ja so viel wie möglich über China und seine Kultur lernen. Nach einem gemütlichen Frühstück geht es los.

Der Jadebuddha Tempel liegt im Bezirk Jing’an. Nur wenige Metro Stationen von uns entfernt. Leider gab es im Tempel selber nur chinesische Flyer. Wir hatten also nicht den leistesten Schimmer, was wir da sahen. Umso schöner, dass jetzt für Euch noch mal aufzubereiten. Die meisten Infos dafür habe ich auf dem blog.chinatours.de gefunden.

Der Jadebuddha Tempel ist heute ein Chan-buddhistisches Kloster, das von zirka 70 Mönchen bewohnt wird, die sich hier um alles kümmern. Dass das Kloster noch immer genutzt wird, erkennen wir ganz schnell: schon gleich am Eingang werden „Räucherstäbchen“ verkauft und überall betende Menschen. Vor den Statuen liegen Opfergaben. Ich traue mich zunächst gar nicht, Bilder zu machen. Muss dann aber an all die chinesischen Touristen bei uns denken. Die fotografieren ja auch alles, wird also schon ok sein.

Eine von zwei kleinen liegenden Buddhastatuen, jeweils zur Rechten und Linken der großen Statue

Gegründet wurde der Tempel 1882 mit zwei Jadebuddha Statuen. Eine der beiden ursprünglichen Statuen ist die 1,95 Meter hohe und 3 Tonnen schwere sitzende Buddhastatue. Es ist eine unheimlich schöne Statue, die aber leider nicht fotografiert werden darf. Die kleinere, liegende, Buddhastatue stellt Buddhas Tod dar. Beide waren aus Myanmar auf dem Seeweg nach Shanghai gebracht worden. Im Tempel befindet sich außerdem noch eine größere liegende Buddhastatue aus Singapur. Diese wurde dem Tempel im Jahr 1989 gespendet.
Typisch für Tempelanlagen dieser Art sind die drei hintereinander liegenden Haupthallen mit zwei Höfen. Ausgerichtet sind sie an einer zentralen Hauptachse von Süden nach Norden.

Lageplan des Tempels

Die Haupthallen bilden die Halle der Himmelskönige, die Schatzhalle des Großen Helden sowie die Jadebuddha-Halle mit der sitzenden Jade-Statue des Buddha Shakyamuni.

Im Tempel gibt es noch zahlreiche weitere buddhistische Statuen, wie Wächterfiguren und Schutzgottheiten. Auch hier wieder die Herausforderung: Es steht ausschließlich in chinesischen Schriftzeichen da. Wir können also nur anhand der Mimik und Gestik der einzelnen Figuren versuchen, zu erahnen, wofür sie stehen. Aber – am Montag fängt mein Sprachkurs an. Drei Mal pro Woche jeweils zwei Stunden. Mal sehen, wie viel ich lerne und ob ich bei einem nächsten Besuch eines Tempel schon etwas entziffern kann.

Auch schön, die Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst in der Art Gallery.

Zum Abschluss gelangen wir noch in den Bereich, in dem Feuer gemacht werden darf – also dahin, wo Feueropfergaben gemacht werden. Hier ist auch die Halle des Jadebuddhas, für den dieser Tempel so berühmt ist. Es ist ein ganz besonderer Ort. Ganz ruhig. Gedämpftes Licht. Eine besinnliche Stimmung. Kaum zu glauben, dass wir noch mitten in einer Millionenmetropole sind. Vor dem Tempel steht eine Statue mit Elefantenköpfen, an sehr viele roten Bänder hängen. Hier hat alles eine Symbolik. Rote Bänder bringen Glück.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wie sind die denn von Myanmar nach China gekommen? Freiwillig?

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    1. Sie waren ein Geschenk.

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